Rehabilitationsklinik Bad Salzelmen
Fachklinik für Orthopädie, Onkologie und Pneumologie
 
 
 
 

EXPERTE MAHNT:

Lungenkrebs nicht verschleppen!

Wangen - Aus Angst vor einer möglichen Ansteckung mit dem Covid-19-Virus vermeiden es viele Menschen, während der Corona-Pandemie zum Arzt zu gehen, obwohl sie Beschwerden haben. „Gerade Krebserkrankungen dulden jedoch keinen Aufschub.  
Geben Sie der Corona-Angst keine Chance“, appelliert PD Dr. med. habil. Robert Scheubel, Chefarzt und Leiter des Lungenkrebszentrums an der Klinik für Thoraxchirurgie der Fachkliniken- Wangen, an alle Leser. Spezielle Lungenerkrankungen wie Bronchialkarzinome bieten nicht den zeitlichen Spielraum, eine Behandlung zu verschieben. Kostbare Lebenszeit ginge dadurch verloren. Circa ein Viertel der Lungenkrebspatienten können operiert werden. Alle anderen werde in dem spezialisierten Lungenkrebszentrum mit individuellen und bestmöglichen Therapieoptionen behandelt.  
  
Lungenkrebs im Frühstadium behandeln
 
Im Frühjahr war zu beobachten, dass Patienten mit schweren Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkten oder Krebs nicht im Krankenhaus ankamen – möglicherweise aus Angst, an Corona zu erkranken. Folgen sehen die Spezialisten jetzt: „An den Fachkliniken Wangen werden nun Lungenkrebspatienten behandelt, bei denen die Erkrankung leider erst in einem sehr viel späteren und unheilbaren Stadium diagnostiziert werden konnte. Nur ein Lungenkrebs im Frühstadium ist heilsam angehbar“, verdeutlicht der Leiter des Lungenkrebszentrums. „Wenn der Krebs jedoch einmal gestreut hat, ist er kurativ nicht mehr behandelbar. Je früher man den Krebs erkennt, desto höher zudem die Wahrscheinlichkeit, minimal-invasiv operieren zu können.“  
  
Mit bestimmten Symptomen zum Arzt
 
Wichtig ist – das zeigt auch die Erfahrung aus dem Lockdown im Frühjahr 2020 – dass die Patienten trotz Corona bestimmte Symptome unbedingt von einem Facharzt abklären lassen. Zu diesen Warnsymptomen gehören Husten und Atemnot, aber auch blutiger oder unblutiger Auswurf, Brustschmerzen, Fieberschübe, Nachtschweiß, anhaltende Heißerkeit und unfreiwilliger Gewichtsverlust. „Lungenkrebs verhält sich wie ein Chamäleon“, zieht der Fachmediziner den Vergleich. „Der Krebs kann – ebenso wie Covid-19 – Symptome wie Fieber, Husten oder Luftnot verursachen.“ Bei solchen Warnsymptomen müsse unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, damit niemand gefährdet werde und außerdem die Warnsignale aufgeklärt werden können. „Kliniken sind hygienische Hochsicherheitstrakte. Gerade in der Lungenklinik sind wir erst recht aufgerufen, sehr sorgfältig Vorsorge- und Hygienemaßnahmen einzuhalten“, gibt der Facharzt für Herz- und Thoraxchirurgie Entwarnung.  
  
Bei Unklarheit Zweitmeinung einholen
 
Für Patienten, die sich unsicher sind, bieten die Fachkliniken Wangen jetzt eine telefonische Beratung an. Am Apparat: Der Chefarzt und Leiter des Lungenkrebszentrums persönlich. Dr. Scheubel berät bei unklaren Symptomen und verdeutlicht, dass Patienten im Zweifelsfall immer Anspruch auf eine Zweitmeinung haben und diese auch einholen sollten.  
  
Übrigens: 80 Prozent der Lungenkrebserkrankten sind Raucher. Bei diesen Risikopatienten wird das neue „Low-Dose-CT“-Lungenkrebs- Screening vom Gesundheitsträger ab einem Alter von 50 Jahren übernommen.  
  
Kontakt
 
Waldburg-Zeil Fachkliniken Wangen 
Klinik für Thoraxchirurgie 
robert.scheubel@wz-kliniken.de 
www.fachkliniken-wangen.de  
  
 
Artikel aus: Südwestpresse Ulm, 26.02.2021
Veröffentlicht am: 12.03.2021  /  News-Bereich: News des Klinikverbundes
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